1. Türchen unseres Kaffee-Kalenders: Stelle Dein eigenes Kaffeemehl her.

Unser erstes Türchen soll euch zeigen, wie ihr ganz leicht eure handelsüblichen Kaffeebohnen in ein leckeres Kaffeepulver verwandeln könnt, um einen Kaffee nach eigenen Vorstellungen zu erhalten.

Die Kaffeebohnen

Die Wahl der richtigen Kaffeebohnen entscheidet am Ende über den Geschmack des gemahlenen Kaffees. Daher möchten wir euch an dieser Stelle die gängigsten Bohnensorten vorstellen. Das sind zum einen die Arabica und zum anderen die Robusta.

Arabica

Die Arabica-Pflanze deckt nahezu 60 % des weltweiten Bedarfs an Kaffeebohnen und wird am Weltmarkt daher auch dementsprechend teuer gehandelt.

Pflanze:

Der Strauch der Arabica Pflanze wächst überwiegend in hohen Lagen ab 1000 Metern Höhe. Kaffeeaus Arabica-Bohnen wird daher auch Hochlandkaffee genannt. Die hohe Lage und die damit verbundenen langen Transportwege während der Ernte sind für den weiterhin hohen Preis am Markt verantwortlich.

Geschmack und Aussehen:

Die Arabica Bohnen haben einen geschwungenen Schnitt in der Mitte und enthalten weniger Cholorogensäure dadurch schmecken sie weniger Bitter und milder als die Robusta und sind besser verträglich für den Magen. Weiterhin liefert die Arabica Bohne eine haselnussbraune Creme und ein fruchtiges Aroma.

Verwendung:

Wer einen empfindlichen Magen und eventuell auch keinen hohen Koffeingehalt möchte, der kann beherzt zu Arabica Bohnen greifen. Mit einem Koffeingehalt von 1,1 bis etwa 1,7 % deutlich milder auch in der Wirkung. Doch etwas Vorsicht ist geboten, weil viele Hersteller inzwischen mit dem Namen „Arabica“ auch minderwertigen Kaffee verkaufen, der mit dem hochwertigen Arabica für Laien kaum zu unterscheiden ist.

Robusta

Die Robusta dagegen ist immer noch die zweitbeliebte Kaffeebohne und bietet ebenfalls viele Vorzüge für die Bauern aber auch für die Kaffeegenießer. Welche das sind wollen wir einmal für euch zusammenfassen.

Pflanze:

Die Robusta-Pflanze wächst als circa 8 Meter hoher Strauch und wird eher in niedrigen Lagen angebaut. Dadurch ist die Pflanze viel weniger dem direkten Frost ausgesetzt und kann sich besser gegen Schädlinge schützen. Aufgrund dieser Eigenschaft wird die Pflanze von Bauern gerne angebaut.

Geschmack und Aussehen:

An dem Geraden Einschnitt sind die Robusta-Bohnen gut zu erkennen. Im Vergleich zu Arabica-Bohnen schmeckt die Robusta eher bitter und erdig. Beim Brühen kommt eine sehr lange Creme zum Vorschein, weil die Bohne einen geringeren Ölanteil hat.

Verwendung:

Mit einem doppelt so hohen Anteil an Koffein ist die Robusta definitiv der stärkere Muntermacher. Die langanhaltende Creme ist auf jeden Fall für Espresso und Cappuccino von Vorteil.

Das Mahlen

Wichtig ist vorerst zu erwähnen, dass der Mahlgrad sehr entscheidend für Geschmack und Körper des Kaffees ist. Weiterhin möchten wir an dieser Stelle erwähnen. Das der Kaffee bestenfalls immer frisch gemahlen sein sollten, damit er seine Aromen behält.

Etwas ältere Kaffeemühle ;-) Etwas ältere Kaffeemühle ;-)

Feiner Mahlgrad:

Ein Feiner Mahlgrad liefert beim Brühen auch ein intensives Geschmacks- und Dufterlebnis, weil der Kaffee innerhalb kurzer Zeit bereits seine vollen Aromen entfalten kann. Der Feine Mahlgrad ist besonders für Espressomaschinen zu empfehlen.

Mittlerer Mahlgrad:

Der Mittlere Mahlgrad ist dagegen eher für Filterkaffees zu empfehlen. Kaffeebohnen die mit einem mittleren Mahlgrad gemahlen wurden haben in etwa die Beschaffenheit von Zucker oder Salz.

Grober Mahlgrad:

Wer seinen Kaffee gerne in einer French Press brüht, der sollte die Kaffeebohnen möglichst grob mahlen.

Also am besten direkt loslegen oder einmal mit Freunden eine Kaffee-Probier-Party veranstalten und mal alle drei Mahlgrade probieren lassen in Kombination mit den unterschiedlichen Kaffeebohnen.

Bildnachweis:

Bild 1: "Moulin à café 1". Licensed under CC BY-SA 2.0 fr via Wikimedia Commons.

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