11. Türchen unseres Kaffeekalenders: Kaffee orientalisch

Landkarte Orient: Traditioneller Orient und die G8 Definition vom Orient. Landkarte Orient: Traditioneller Orient und die G8 Definition vom Orient.

Sesam, öffne dich! Und das Türchen öffnet sich. Ihr habt richtig gelesen, für den heutigen Kalenderbeitrag wird es sehr exotisch. Wir möchten pikant das Wochenende einläuten und euch einen gemütlichen Freitagabend bescheren.

Kleine Kräuterkunde vorab:

Kardamom:

Der Duft des Kardamom erinnert leicht an den Duft von Eukalyptus. Vor allem das ätherische Öl in den Samen ist für diesen Duft verantwortlich. Daneben verleihen die Samen unseren Gerichten und vor allen Dingen unserem Kaffee eine würzig-scharfe Note mit einer leichten Süße.

 

Vergleich grüner und schwarzer Kardamom. Vergleich grüner und schwarzer Kardamom.

Dem Kardamom werden appetitanregende und verdauungsfördernde Eigenschaften zugesagt.
Beliebt ist Kardamon in orientalisch-indischen Gerichten und in arabischen Ländern sogar tatsächlich als Kaffeegewürz. In Deutschland ist Kardamom oft und gerne in Weihnachtsgebäck und Glühwein wiederzufinden. Wer seine Kräuterküche um duftende Kardamonschoten erweitern will, der sollte nach den grünen Schoten Ausschau halten. Diese sind zwar teurer, aber auch ein Indiz für Frische und Qualität.

Zimt:

Zimt ist aus den Lebkuchen und der gesamten restlichen Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Was wäre unser warmer Glühwein ohne den köstlichen Duft einer Zimtstange. Viele Legenden kreisten einst um dieses seltene Gewürz. Heute wissen wir, dass Zimt die Baumrinde des Zimtbaumes ist. In weiten Teilen Chinas und mittlerweile auch in Vietnam und Sumatra wird dieses vielseitige Gewürz angebaut. Nach etwa vier Jahren folgt die Ernte. Die Rinde wird vom Stamm runter geschält und rollt sich anschließend von alleine auf. Anschließend wird diese getrocknet und landet dann bei uns im Glühwein oder eben im Kaffee.

Zimt für unseren orientalsichen Kaffee. Zimt für unseren orientalsichen Kaffee.

Koriander:

Koriander ist wohl das einzige von unseren drei exotischen Gewürzen, das wir auch in Deutschland relativ einfach frisch kaufen können. Die anderen beiden gibt es überwiegend getrocknet zu kaufen. Koriander ist unter den dreien auch das vielseitigste, weil es sowohl in deftigen Fleischgerichten als auch in unserem Kaffee eine tolle Note hinterlässt.

Koriander Koriander

Die Blätter erinnern stark an die heimische Petersilie hat aber einen herberen Duft und schmeckt auch gewöhnungsbedürftig. Für unseren Kaffee kann man auf Wunsch aber auch trockene Blätter oder getrocknete Koriandersamen.

 

Die Zutaten für unseren orientalischen Kaffee:

  1. 500 ml fettarme Milch
  2. ½ TL Kardamonpulver
  3. Zimtstange oder ½ TL Zimtpulver
  4. Korianderblätter oder ½ TL Koriander getrocknet
  5. 500ml Kaffee
  6. n.B. brauner Zucker

Die Zubereitung des orientalischen Kaffees:

Die Milch lassen wir mit unseren Gewürzen, dem Kardamon, den Zimtstangen und den Korianderblättern aufkochen und etwas ziehen lassen.

In der Zwischenzeit können wir die 500ml Kaffee zubereiten.

Mit einem feinen Sieb trennen wir die Milch von den Gewürzstangen und Gewürzblättern. Das Gewürzpulver darf natürlich in der Milch verbleiben.Anders als bei Latte Macchiato oder Cappuccino wird die Milch nicht mit dem Kaffee vermischt, sondern die beiden Zutaten werden in getrennte Gläser gefüllt und getrennt serviert.

Hiermit schließen wir unser exotisches Türchen und wünschen unseren euch allen ein schönes Wochenende und weiterhin eine stressfreie Weihnachtszeit.

Sesam, schließe dich! Und das Türchen schließt sich.

Bildnachweis:

Bild 1:By Heraldry [GFDL, GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Bild 2:„Black and green cardamom“ von Autopilot - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Bild 3:By Canelle_Cinnamomum_verum_Luc_Viatour.jpg: Luc Viatourderivative work: — raeky (talk | edits) (Canelle_Cinnamomum_verum_Luc_Viatour.jpg) [CC BY-SA 2.5-2.0-1.0, CC-BY-SA-3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Bild 4:„Koriander-spice“. Lizenziert unter CC BY-SA 1.0 über Wikimedia Commons.

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